"Tout va mieux" - meine persönliche Begrüßungszeile am Morgen. Jeden Tag. Serviceleistung "Motivation".
"Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Gegend, meine Straße, mein Zuhause, mein Block.."
Lang ists her, aber endlich haben sich mal wieder Zeit und Motivation die Hand gegeben und mich zum Schreiben angehalten. Dabei sollen diesmal surtout die Bilder sprechen. Schließlich zieht man nicht umsonst mit Kommilitone und Spiegelreflex durch Friedrichshain alias Stalingrad und knipst fürs Theateratelier sein Quartier. 
Noch immer werde ich übrigens von den meisten Parisern schräg angeschaut, wenn ich erzähle in welchem Viertel ich residiere, doch beunruhigen kann mich das mittlerweile nicht mehr. Toi toi toi bin ich bisher noch in nicht eine denkwürdige Situation geraten. Vieles scheint einfach heiße Luft zu sein.
Und dieses Viertel hat trotz seines schattigen Rufes durchaus seinen Charme. Und das nicht zuletzt, weil sich die Jugend immer mehr in den Nordosten verlagert. Hier ist es billiger, weitestgehend tourifrei und die studentischen Szenenviertel genau wie das Montmartre sind gleich um die Ecke. Was man zu sehen bekommt ist ein unverschöntes demaskiertes Paris. Denn auch das gehört zum Stadtbild.
Und dieses Viertel hat trotz seines schattigen Rufes durchaus seinen Charme. Und das nicht zuletzt, weil sich die Jugend immer mehr in den Nordosten verlagert. Hier ist es billiger, weitestgehend tourifrei und die studentischen Szenenviertel genau wie das Montmartre sind gleich um die Ecke. Was man zu sehen bekommt ist ein unverschöntes demaskiertes Paris. Denn auch das gehört zum Stadtbild.
Übrigens muss ich zugeben, dass mich selbst beim Anblick der Bilder bereits erste Melancholie befällt, bleibt mir doch heute auf den Tag nur noch ein Monat in der französischen Hauptstadt. Umso mehr heißt es jetzt schon mitnehmen, was geht an jeglichen Pariser Großartigkeiten. Da wären vergangene Woche zum Beispiel eine besonders ästhetische Inszenierung von Dostojewskis "Der Idiot" im Théâtre de Belleville, experimentelle Konzerte in abgefahrenen Locations oder die Pasolini-Ausstellung in der Cinémathèque Française gewesen; sowie mein absolutes Highlight: die Ausstellung zum Gesamtwerk des Fotografen Erwin Blumenfeld im Jeu de Paume. Und auch die nächsten Wochen steht noch Einiges auf dem Plan. Nicht zuletzt ein kleiner Filmdreh in den Straßen der Stadt.. To be continued.
Gedankenmassen.
Klebrig tropfende Gedankenblasen ziehen an ihm vorbei. Er betrachtet sie fasziniert. Doch seine Bewunderung weicht schnell einer Verwunderung. Verwunderung? Verwundung. Skepsis. Die unausgewogenen Seifengewabe sind nicht transparent.. Die unausgewogenen Seifengewabe schimmern nicht in allen erdenklichen Farben regenbogenartig; sie schimmern unartig, undurchsichtig, schimmern - schwarz. Und wenn er sie leise mit der Fingerspitze berührt, leise verführt, dann schrecken sie nicht erschrocken zurück, zerplatzen und disapparieren, nein sie zaudern und zappeln und ihre züngelnden Zungen recken ihre hungrigen Mäuler nach ihm und umschließen die Kuppe seines Fingers mit einer klebrigen Masse, wie Pech. Er wird panisch, denn plötzlich geht das penetrante Sekret nicht mehr ab.[...]
Und er wünschte er wäre erschrocken, erschüttert, erzürnt. Geängstigt oder geekelt, doch er spürt -
Nichts.
Weil da nichts mehr ist. Und er verschenkt die schwarzen Gedankenblasen an die Irrelevanz um bloß der Bedeutung keinen Besuch abstatten zu müssen. Er fragt sich wie viele Flaschen Wein er wohl getrunken haben muss seit er gegangen ist und umgeht den Gedanken, dass die Tränen, die er seitdem weinte, nicht mal eine von ihnen füllen könnten -





